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butterstampfen.html 15.04.2017

Inform Verlag


Butterstampfen, 02.01.2000

                                                             

    Die Herz-Kreislaufkrankheiten, die so vielen Menschen zu schaffen machen, beruhen auf einem ganz einfachen Prinzip. Fett und proteinreiche Ernährung - unter Proteinen sind vor allem tierische Eiweiße zu verstehen - führt dazu, daß im Adersystem ein Prozeß abläuft, den wir vom Butterstampfen kennen. Wie die Milch ist auch das Blut eine Emulsion kleinster Fettröpfchen und Eiweißkörperchen in einer wäßrigen Flüssigkeit. Wird sie stark bewegt, neigen die festen Bestandteile der Emulsion dazu, sich in einer Art Plaque an den Gefäßwänden abzusetzen. So wie fetthaltigere Milch oder gar Sahne mehr Ablagerungen am Flaschendeckel hinterläßt als fettarme, wird auch Blut durch fettreiche - vor allem aber auch: proteinreiche - Ernährung zu einer besonders instabilen, die gesundheitsgefährdende Ablagerung ihrer festen Bestandteile an den Gefäßwänden fördernden Emulsion.
     Ein in diesem Zusammenhang wichtiger Gedanke: Durch starke Bewegung wird die Ablagerung gefördert. Für jemanden, der sich falsch - d.h. fett- und proteinreich - ernährt, wird so ein an sich gesunder Sport zu einem besonders großen Gesundheitsrisiko, weil die zum Sport gehörenden starken Bewegungen den Prozeß des Butterstampfens in seinem Adersystm befördern. Das erklärt, warum immer wieder besonders sportliche Menschen mittleren Alters beim Tennis oder Joggen vom Infarkt überrascht werden.
     Diese im Grunde sehr einfachen und geradezu alltäglichen Vorgänge zu durchschauen, ist unsere milliardenschwer geförderte medizinische Forschung allerdings nicht in der Lage. Man kann nur rätseln, weshalb. Wahrscheinlich verschweigt sie aufgrund von ‘vested interests’ der Nahrungsmittelindustrie und Schlachttierzüchter diese Zusammenhänge, um der von dort fließenden Fördermittel nicht verlustig zu gehen. Denn soviel sollte inzwischen klar sein: Vegetarisch, veganisch oder nur sehr gemäßigt proteinhaltig sich ernährende Menschen laufen das geschilderte Risiko nicht oder in entscheidend verringertem Maße, wobei letztere allerdings bedenken müssen, daß die Folgen früherer Fehlernährung nicht ohne weiteres, sondern - wie von Prof. Lothar Wendt herausgearbeitet - nur durch längeres “Eiweißhungern” abgebaut werden.


Nachtrag, 07.02.2016

                                                             
     Seit ich den obigen Text schrieb, habe ich eine Menge dazugelernt und will daher einige Korrekturen bzw. Ergänzungen vornehmen. Fett aus der Nahrung spielt bei den beschriebenen Gesundheitsproblemen keine Rolle. Die "light"-Mode ist daher unsinnig. Wer zuviel und zu fett ist, wird fett, und das kann natürlich auch krankmachen, wenn man übertreibt. Aber an der Entstehung von Herz-Kreislaufkrankheiten sind n u r tierische Eiweiße schuld. Sie werden von der Leber unter Mitwirkung der Galle zerlegt, und unter den Produkten dieser Sekundär-Verdauung - die primäre erfolgt in Mund, Magen und Darm - sind es vor allem "Lipide" genannte Fettsäuren, die an vielen Krankheiten schuld sind. Mehr darüber an anderer Stelle.

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