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essays.html 15.04.2017
 

Inform Verlag
 

 Essays - Über das, was der Mensch ignoriert

von Helmar Kloss

 ISBN 978-3-9816740-2-6


Der Mensch ist ein intelligentes Wesen,
aber die Öffentlichkeit,
der er sich in der Regel unterordnet,
ist es nicht.


    Der Autor schreibt im Vorwort: "Dadurch, daß ich das Kriegsende mit ei­nem für mich unverständlichen, aber trotz meiner vier Jahre fühl­baren Wer­te­wan­del miterlebt habe, mißtraue ich allem, was “man” so denkt und für richtig hält. Ich weiß ja so­zusagen aus ‘Erfahrung‘, daß das meiste zu ei­ner anderen Zeit, unter an­deren Umständen (und in anderen Ländern und Kulturen) nicht gilt oder gelten würde. Daher bin ich überall dort, wo es bestimmte Bei­tritts­vor­aus­­set­zun­gen gibt - Überzeugungen, Mo­disches, Patriotisches und der­glei­chen, wo­mit soziale Gruppen sich von anderen abzugrenzen pfle­gen - fehl am Platze. Was aber im Grunde heißt: fast überall.
    Wie die Bezeichnung “Essays” sagt, handelt es sich zumeist um Versuche, nicht um gesicherte Erkenntnisse. Durch die Form von Es­says sol­len un­genaue, manchmal vage und oft unbewiesene oder so­gar unbe­weis­ba­re Ver­mutungen in Ideen verwandelt werden, die ande­re da­zu anregen könn­ten, nachzudenken, vielleicht weiterzu­denken oder wo­mög­lich so­gar Forschung inspirieren. Sie betreffen Fragen, die mich brennend in­ter­essieren und über die ich gern mehr herausfinden würde, die gründ­lich zu erforschen mir aber keine Zeit mehr bleibt."

    Der erste Essay beginnt mit folgenden Worten: Ich will hier nicht darüber nachdenken, was Gefühle sind oder was ihr We­sen ist und was es an ähnlich philosophisch klingenden Fra­ge­stel­lun­gen gibt. Ich will vielmehr herauszufinden versuchen, welche Ge­füh­le wann aus wel­chen Situationen entstehen bzw. entstehen können und was sich daraus für seelische und soziale Folgen ergeben. Es handelt sich al­so um keinen philosophischen, sondern um einen prag­ma­ti­schen An­satz, bei dem psy­cho­lo­gische, sozialpsychologische und so­zio­lo­gi­sche Über­legungen eine Rol­le spielen. Dabei geht es mir darum, auf­zu­zei­gen, daß er­wachsene Menschen aufgrund von Ge­füh­len han­deln, die in ih­rer frühen Kind­heit entstanden, aber zumeist vergessen sind. Die­se Gefühle sind es jedoch, die ihr Handeln bestímmen und großen Einfluß auf das Schick­sal dieser Men­schen und das ih­rer Mitmenschen haben; bei mäch­tigen Menschen un­ter Um­ständen sogar auf das von Völ­kern, Erdteilen und in Zukunft viel­leicht so­gar der gesamten Mensch­heit.
    Deswegen müs­sen wir un­be­dingt lernen, sie wahrzu­neh­men und zu be­herrschen.