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prostitution.html 04.04.2016

Inform Verlag

Funktion der Prostitution; Copyright Helmar Kloss, 2016

                                                             

     Die Funktion der Prostitution wird sich im Laufe der Jahr­tau­sen­de in Abhängigkeit von der Situation in Ehe und Familie ge­wan­delt ha­ben. Heutzutage sieht es meinem Eindruck nach so aus, daß der Mann bei der Liebe den 'Schwarzen Peter' hat, denn   e r   muß dafür sorgen, daß die Frau einen Orgasmus bekommt. Allein schon des­we­gen, weil sie ihn sonst womöglich nicht mehr "ranläßt". Zwar ent­la­sten vie­le Frauen ihren Mann von dieser Bürde, indem sie ihm ei­nen Or­gas­mus vorspielen, aber im Prinzip bleibt es dabei: Er muß zärt­lich sein und sich bemühen, auch wenn ihm garnicht danach ist. Von der Partnerin kommt hingegen oft nichts.
     Ich selbst habe z.B. mehrfach er­lebt, daß mir vorgeworfen wurde, nicht zärtlich genug zu sein, und das von Frauen, die mich nicht ein­mal angefaßt, geschweige denn ge­strei­chelt haben! Damals ist mir das allerdings überhaupt nicht auf­ge­fal­len, weil auch ich der Mei­nung war, … siehe oben.
     Bei einer Prostituierten läuft es entschieden anders:   S i e   muß dafür sor­gen, daß der Kun­de Spaß hat. Auf das, was sie selbst empfindet, kommt es nicht an.
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